Wednesday, April 14, 2010

Schädlinge, hier Spinnmilben und Trauermücken - vom Hanfsamen zur Hanfpflanze

Die Jahreszeit ist der Herbst, in der die Spinnmilben aus dem Freiland sich
ein neues Zuhause suchen. Eigentlich werden sie vermutlich in altem Laub überwintern, vielleicht auch ihre Eier, die bei den Temperaturen nicht mehr ausgebrütet werden. Aber wenn sie dann das oftmals warme und trockene Klima in der indoor Growanlage anfinden, dann kann man ihnen nicht mehr Einhalt gebieten. Diese Schädlinge scheinen die Growanlagen spüren zu können um dann von alleine zu kommen. Das hat auch seine Gründe: Spinnmilben lieben die heissen Natriumhochdruck Armaturen unter denen sie unter den Blättern der Hanfpflanzen schmoren können. Aber nicht nur das, sie lieben auch trockene Luft Dann sollten sie nun im Herbst nicht so schlimm zuschlagen? Fehlanzeige. Wenn die Luft draussen kalt ist und in den Growraum gesogen wird, dann erwärmt sie sich stark Dadurch steigt die Aufnahmefähigkeit von Wasser sehr an, dieses bedeutet, die erwärmte Luft wird deutlich trockener. Es wird halt weniger gelüftet aber die kältere und im kalten Winter so schon trockene Luft erwärmt sich stark und wird trocken mit bis unter 40%. Die Spinnmilben lieben das, sie saufen den Pflanzensaft und müssen mit dem ganzen Wasser wieder irgendwohin. Bei trockener und warmer Luft verdunstet es besser.

Resultat:
Wer sich jetzt die Spinnmilben gefangen hat und zudem warme und sehr trockene Luft hat, der hat ein Problem, welches ich selber über Jahre hatte. Da ich mit drei Altersstufen gearbeitet habe, bin ich diese Biester nie los geworden. Nehmöl, Insektizid und Raubmilben konnten nicht helfen, die Spinnmilben waren unbesiegbar. Aber viel ist gerettet, wenn man die Vorblüte von diesen Biestern frei halten kann. Die Pflanzen wachsen in der Blüte dann schneller, als die Spinnmilben sich ausbreiten und erst, wenn die Pflanzen ausgewachsen sind, erst dann breiten sie sich wirklich aus.

Fazit
Die Luft war warm und trocken, alles wurde versucht und nichts wollte wirklich helfen. Nur die Vorblüte konnte Spinnmilbenfrei gehalten werden. Dazu verhalf ein Mittel, das in die Pflanze einzieht und dann im Wuchsstrom über 14 Tage vollsystematisch wirkt. Wenn ihr also zu Gift greifen wollt, dann nehmt solch ein Präparat für Obst und Gemüse und behandelt nicht mehr die blühenden Pflanzen.
Was ist also zu tun?
Statt 26 — 28°C solltet ihr in eurer Blütekammer 24°C ansteuern sowie die Lampen etwas höher hängen. Und ihr solltet euch bemühen, die Luft zu befeuchten. Wenn ihr nun nur ein kleines Zelt mit einem oder zwei m2 habt, dann kann euch ein Ultraschallbefeuchter mit vier Liter Tank helfen. Dieser vernebelt das Wasser zu einem Aerosolnebel. Dieses sind dann winzige Wasserpartikel, die in die Luft über gehen. Diesen Ultraschallbefeuchter, der leider ca. 100€ kosten wird, hängt ihr möglichst über den Reflektor oder auf dessen Höhe und füllt den Tank morgens und abends mit Wasser. Aber aufgepasst: Ihr müsst das Wasser durch eine Umkehrosmoseanlage reinigen, der Ultraschallbefeuchter verträgt keinen Kalt. Diese Anlage kostet euch leider noch einmal ca. 100€ im Aquariumbedarf. Sie leitet
vier Liter Wasser ab und gewinnt einen Liter Wasser, diese Anlage muss an einen Wasserhahn mit drei Bar Druck angeschlossen werden. Wenn ihr aber Regenwasser habt, dann nehmt dieses.
Bei grösseren Anlagen sind diese Ultraschallbefeuchter unzureichend, man müsste einen grösseren verwenden, der durch einen Quelltank versorgt wird. Oder man versucht es mit einem Zerstäuber aber aufgepasst: Ein Teil des Wassers, vielleicht sogar der grössere wird sich nieder schlagen. Ihr müsst also eine Zuluftschneise haben deren Boden ihr mit einer Teichfolienwanne auskleidet um das Wasser auf zu fangen, das ist nicht gerade toll.
Mit einem Mist&Cool habe ich kalkfreies Wasser direkt auf die noch wachsenden Pflanzen gesprüht Aber hier der Trick: Ich habe die ganze Anlage,
die mit einer Wasserpumpe betrieben wurde und somit Lärm machte mit einem Zeitrelais angesteuert. Dieses (ca. 70€) läst sich auf einen kurzen Impuls von 20 sec. und einer Wartezeit von ein paar Minuten einstellen. Ohne dieses Gerät hat das Mist&Cool eine viel zu hohe Leistung, so hat es nur die Blätter benebelt, von denen das Wasser dann verdunstet ist.
Aber selbst mit dem Mist&Cool bin ich die Biester nicht ganz los geworden. Aber dann, dann habe ich es geschafft. Ich habe mir einen Industrie-Ultraschallbefeuchter gekauft, der über ein Quellfass gespeist wird. Ich kann die Firma Boga aber nicht empfehlen, das Gerät war teuer und nach einem Jahr total kaputt. (Garantie) Nun stellte ich dieses Gerät in die Zuluftschneise und habe es über ein Hygrometer angesteuert. Es hat die Luft von unter 40% auf ca. 60% befeuchtet Nun hatte ich es geschafft, ich habe die Lebensbedingungen der Spinnmilbe soweit verschlechtert und
die Bedingungen für Gegenmassnahmen begünstigt, so dass ich die Spinnmilbe endlich besiegen konnte. Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, ob ich nun intensiver gespritzt habe oder ob die Biester von alleine verschwanden aber ich hatte gesiegt. Aber da ich die Pflanzen in der Wuchsphase Befallsfrei hatte waren die Ernten mit dem Befall nicht schlechter als danach.
Jahrelang habe ich gegen diese Tierchen vergebliche gekämpft. Im Sommer war es zu heiss und ich konnte nicht kühlen, im Winter war es zu trocken, ich konnte nichts machen, bis ich dann die Luft befeuchtet habe. Danach ging es von alleine.
Aber nun weiter: Wie erkennt man denn einen Spinnmilbenbefall?
Spinnmilben sind ca. einen knappen mm gross, haben kleine Beinchen und wenn sie erwachsen sind, dann sind ihre Körper schwarze Punkte, wenn sie jung sind, dann sind ihre Körper weisse Punkte. Und was machen diese Spinnmilben?
Sie sitzen unter den Blättern gerne bei den Blattadern und stechen ihren Rüssel in das Blatt und saugen den Saft aus. Dieses ist sogar auf einem Blick zu erkennen. Die Spinnmilbe saugt auch das Chlorophyll aus und dieses hinterlässt kleine, helle Punkte in den Blättern. Wenn ihr nun seht, dass die Blätter eurer Pflanzen solche kleinen Punkte haben, dann fmdet ihr die Spinnmilbe unter den Blättern in voller Aktion. Dieses Aussaugen der Blätter wird dann immer schlimmer, die Blätter sehen bereits gesprenkelt und blas aus und sterben langsam ab. Die Eiablagen der Spinnmilbe sind hingegen ungefährlich, da die Eier inaktiv sind. Die Eiablagen liegen wieder bei den Blattadern.
Die Spinnmilbe hat ihren Namen aber nicht grundlos: Sie spinnt auch gerne Netze, dann scheint es ihr richtig gut zu gehen. Die Netze lassen sich aber leicht entfernen und sind nicht schädlich.
Ihr habt nun etwas mehr als ein oder zwei m2 und müsst wegen der Hitze viel lüften? Ihr fragt euch, wie ihr die Luft denn nun effektiv befeuchten könnt ohne euch wirklich teure Geräte zu kaufen? Wenn ihr dafür kein Geld habt oder die Luftbefeuchtung einfach nicht integrieren könnt, dann müsst ihr halt abwarten, bis es draussen mild aber feucht ist. Dann versucht die Temperatur zu senken und startet eure Gegenmassnahmen. Es gibt sogar Spritzmittel, die für Raubmilben nicht schädlich sind, dann könnt ihr diese und die Raubmilben verwenden.
Raubmilben sind kleine orange Milben die es gar nicht mögen, wenn es so warm und trocken ist Sie ernähren sich von den Spinnmilben und deren Eier, die sie aussaugen. Ihr könnt sie als Nutzorganismen von Neudorf in eurem Growshop oder online bestellen.

Ganz wichtig:
Wenn ihr die Luft befeuchtet, dann achtet verstärkt auf Schimmel. Tapeten, Teppiche, Wandverkleidungen, alles kann schimmeln, auch die Blüten eurer Pflanzen. Das erkennt ihr an den vertrocknenden Blütenblättern oder wenn ihr in die Blüte schaut Erntet schimmelnde Blüten umgehend und schneidet sie auseinander, einen Teil könnt ihr bestimmt noch verwenden.
Was aber kann man machen, damit man sich die Spinnmilben gar nicht erst einschleppt?
Bringt keine Pflanzenteile von draussen mit rein, trocknet euer Outdoor Gras an einem anderen Ort oder ihr schleppt euch den Befall ein. Wenn ihr durch ein Fenster zulüftet, dann könntet ihr dieses mit einem alten Filterstrumpf eines Aktivkohlefilters verkleiden, den ihr in der Waschmaschine gewaschen habt. Dann haben die Spinnmilben es schwerer. Wenn ihr könnt, dann saugt die Frischluft an einer Stelle an, an der keine Vegetation steht
Die Spinnmilben, sie sassen immer im oberen Bereich der Pflanzen, dort, wo es am wärmsten war. Dann habe ich einen Freund besucht, der hatte auch einen Spinnmilbenbefall, aber nicht so, wie ich ihn unter meinen starken Natrium Röhren kannte, nein, sein Befall war wesentlich milder, sogar als unbedeutend ein zu stufen. Mein Freund hatte auch Energiesparlampen, von denen ich aber nicht so viel halte. Um einen m_ gut zu beleuchten nimmt man zwei Sparlampen, dann kann man auch gleich ein 400 Watt Vorschaltgerät aufbauen. Zumindest entwickeln diese Sparröhren kaum Hitze und das fehlt den Spinnmilben dann. Sie können sich nicht so gut entwickeln. Sie können sich zwar halten, aber sie richten keinen nennenswerten Schaden an.
Wenn ihr also einen starken Befall habt, dann kann es helfen für die Dauer einer Behandlung auf diese Leuchtmittel aus zu weichen. Besser aber sind ganz bestimmt die Led Zuchtlampen, die leider noch wirklich teuer sind. Aber man schaltet mit diesem Luxus bei einer guten Beleuchtung die Hitzeentwicklung weitgehend aus, erhält ein ganz anderes Klima und Spinnmilben können besser bekämpft werden. Das Phänomen: Die Spinnmilben spinnen die Blüten zu und setzen sich auf diese.
Wieso machen die Spinnmilben das? Zu diesem habe ich eine Theorie. Die Spinnmilben haben das bei mir im Herbst gemacht oder nachdem ich die Pflanzen gründlich gespült hatte. Die Pflanzen haben weniger Nährstoffe, der Pflanzensaft ist nicht mehr gehaltvoll und die Spinnmilben haben Hunger. Wie bewegen sich diese kleinen Tiere wohl fort? Sie spinnen auf einem hohen Punkt ein Netz, dort versammeln sie sich und warten auf starken Wind. Dieser soll sie dann zu einer neuen Wirtspflanze oder zu einem Winterquartier tragen. Dieses ist meine Vermutung, weswegen Spinnmilben manchmal die Blütenspitzen einspinnen und sich auf diesen versammeln. Nehmt etwas Küchenrolle und streift das Netz mitsamt den Spinnmilben ab, entsorgt es in der Toilette. Die Blüten nehmen keinen Schaden und können normal geerntet werden.
Wenn ihr nun nicht mit mehreren Altersstufen in der Blüte arbeitet, wenn ihr keine Mutterpflanzen habt und euch die Spinnmilbe heim gesucht habt, dann habt ihr natürlich einen
Trumpf in der Hand: Ihr erntet alles ab, entsorgt alles an Blatt- und Erdmaterial und macht eure Anlage richtig sauber. Dann wartet ihr 14 Tage ab und erst dann holt ihr die nächsten Stecklinge, die ihr nun prophylaktisch mit dem Spritzmittel, das über den Wuchssaft der Pflanzen wirkt behandeln könnt, zum Blütebeginn und dann nach 14 Tagen könnt ihr das noch einmal wiederholen. Tragt das Spritzmittel aber in der Dunkelphase auf und nehmt welches für Obst und Gemüse. (Es gibt immer wieder andere Präparate, so dass ich keines empfehlen kann.)

Die Trauermücke
Dieses ist eine kleine Fliege, kleiner als eine Mücke. Sie hat einen dunklen Körper, nur zwei mm lang. Die Trauermücke tut euch nichts, sie ist
harmlos und läst euch und eure Pflanzen in Ruhe. Sie zu bekämpfen ist eigentlich nichts weiter als Zeitverschwendung. Dennoch ist die Trauermücke euer Feind, denn sie legt unzählige Eier in den Boden, in dem eure Pflanzen stehen. Diese Eier schlüpfen und die vielen kleinen Maden fressen die Wurzeln eurer Pflanzen und können diese somit empfindlich stören.
Was aber macht man gegen die Trauermücke?
Es gibt Gelbtafeln, das sind gelbe, klebrige Tafeln, an denen die Trauermücken kleben bleiben. Aber das hilft nicht wirklich, da diese verendeten Trauermücken vor ihrem Tod noch unzählige Eier gelegt haben. Es lohnt also nicht, diese Gelbtafeln zu kaufen, werft euer Geld besser gleich weg. Kauft euch lieber Nematoden gegen Trauermücken. Es gibt verschiedene Nematoden, die gegen verschiedene
Bodentiere eingesetzt werden, ihr braucht die gegen Trauermücken. Sechs Millionen Nematoden kosten dann knapp 14€ und reichen für 6m2, laut Hersteller Neudorf. Ihr könnt diese Schädlinge bestimmt in eurem Growshop bestellen und direkt zu euch schicken lassen oder zur Sicherheit im Growshop abholen. Für meine letzten Nematoden habe ich einen Anbieter gegooglet, der mit Cannabis anbau nichts zu tun hat und sie mir Portofrei geschickt hat, innerhalb von wenigen Tagen, www. gruenteam-versand.de. Die Nematoden sind ein weisses Pulver, das in Wasser aufgelöst wird. Mit diesem werden die Pflanzen dann gleichmässig gegossen. Wenn ihr etwas Wasser nachgiesst könnt ihr euch sicher sein, dass die Nematoden im Boden sind. Wenn ihr eine grosse Fläche habt, dann tragt sie dünner auf, dann mischt ihr mehr Wasser an. Rührt es beim Giessen auch mal um, damit die Nematoden sich nicht am Boden absetzen. Und giesst die Pflanzen, wenn es dunkel ist, die Nematoden mögen kein Licht Wichtig ist, dass jeder Topf etwas von der Lösung abbekommt. Zudem halten sich die Nematoden ca. vier Tage im Kühlschrank, ihr könnt dann eine zweite Behandlung von derselben Portion vornehmen.

Und nun ein Trick:
Die Nematoden halten sich auch ohne Maden im Boden und vermehren sich. Wie weis ich nicht aber es ist so. Wenn ihr nun eure alte Erde entsorgt um mit neuer wieder zu starten, dann last ihr etwas Wasser durch die alte Erde laufen und giesst damit die frische Erde und vermengt diese. Somit übertragt ihr die Nematoden von eurer alten Erde in die frische, Jahrelang. Ihr könnt sogar alte Erde stehen lassen und feucht halten, bis zu eurem nächsten Grow. Bei Zimmertemperatur halten sich diese kleinen Helfer. Ich habe früher auf CoGr gearbeitet, in diesem, in Erde oder Cocos halten sich die Nematoden auf jeden Fall. Ich kann aber nicht sagen, ob dieses auch für Steinwolle, Blähton oder Perlite gilt Aber ich meine, dass sich in diesen Medien die Trauermücke auch nicht wirklich halten kann und somit dieses Problem dann nicht auftritt.
Damit eure Nematoden richtig arbeiten können solltet ihr den Boden immer feucht halten, dann halten sie sich auch nach dem Befall noch und lassen sich in frische Erde umsiedeln. Und für die Hanfpflanzen ist es auch am besten, wenn die Erde feucht aber noch nicht nass ist.
Dieses sind nun die typischsten Schädlinge, die einem Grower irgendwann begegnen werden. Es gibt aber noch andere Schädlinge. Tripse, Blattlaus, Schmetterlingsraupen oder auch die Mehltaukrankheit. Mit diesen Schädlingen und Krankheiten habe ich aber weniger Erfahrung, da dieses nicht die typischen Schädlinge und Krankheiten sind. Wenn ihr aber diese Schädlinge oder Krankheiten habt ist dasselbe wie bei der Spinnmilbe wichtig: Informiert euch, bei welchen klimatischen Bedingungen die Schädlinge oder Krankheiten aktiv sind und dann versucht ihr dem entgegen zu wirken. Erst dann greift ihr zum Spritzmittel oder Nutzorganismuss.

Monday, April 12, 2010

Hanfsamen - Mako Haze von Kiwiseeds

Premiere: Erstmals stand mit Mako Haze eine Sorte der Amsterdamer Hanfsamen Seedbank Kiwiseeds auf dem Prüfstand. Die Vorschusslorbeeren für diese Sorte waren groß, denn gleich im ersten Jahr des Bestehens von Kiwiseeds gewann Mako Haze die Sativa Kategorie des High Times Cannais Cups 2006.

Kiwiseeds ist die Seed Bank des populären Amsterdamer Coffeeshops De Dampkring und wurde im Jahre 2006 gegründet. Kein
Wunder, dass das Projekt auf Anhieb zu einem Erfolg wurde, denn De Dampkring gehört schon seit langer Zeit zur absoluten Spitzengruppe der Amsterdamer Coffeeshops und hat beim Cannabis Cup zahlreiche Preise abgeräumt. Kiwiseeds wirbt damit, dass sie alle ihre Hanfsamen selbst züchten und für den Verkauf produzieren, und diese Arbeiten nicht von verschiedenen, dazu angeheuerten Growern verrichten lassen. Nun, diesen Anspruch zu haben, sollte für eine gute Seed Bank natürlich selbstverständlich sein... Laut Kiwiseeds sind die Sorten dieser Seed Bank das Ergebnis einer zehnjährigen Zuchtarbeit mit Sorten aus z. B. Kambodscha, Thailand, Neuseeland, Südafrika, Indien oder Afghanistan. Alle Kiwiseeds-Sorten werden regelmäßig auf Wüchsigkeit, Blütezeit, THC-Gehalt und Keimfähigkeit getestet, die Keimquote soll stets mindestens 90% betragen. Mako Haze (Haze x Kiwi Green) besteht zu 70% aus Sativa- und zu 30% aus Indica-Genetik. Bei normaler Wachstumszeit sollen die Hanfpflanzen eine Höhe von 1,2 bis 1,5 Meter erreichen, in 60-70 Blütetagen (manche Grower berichten jedoch von Blütezeiten bis zu 90 Tagen) zur Reife gelangen und dabei Erträge von 400-500 Gramm pro Quadratmeter erzielen. Der Name geht auf den Mako-Hai zurück, eine sehr starke und schöne Hai-Art, die in südlichen Gefilden vorkommt. Der Mako-Hai gehört zu den schnellsten Fischen, die es gibt, er kann bis zu 35 km/h erreichen. Das Wachstumsmuster der Mako Haze ist stark Sativa-geprägt, die Hanfpflanzen haben lange Zweige mit vielen langgezogenen Buds, bei sehr starker Harzigkeit. Der Geschmack ist laut Kiwiseeds sehr hazig, wie auch das intensive und lange anhaltende Up-High. Vor einigen Jahren wurde der THC-Gehalt von Mako Haze von einem Labor getestet, dabei kam ein Wert von 19,7 Prozent heraus. Die Sorte soll viel medizinisches Potenzial haben, gut für Patienten mit Lethargie- und Depressionszuständen geeignet sein. Sie spricht sehr gut auf eine Beschneidung des Haupttriebs in der vegetativen Phase an, wodurch sie flacher im Wachstum bleibt und viele große Top-Colas hervorbringt. Kiwiseeds empfiehlt, sie in großen Töpfen zu kultivieren und ihr im Grow-Raum viel Platz zu gewähren, damit sich die Zweige gut ausbreiten können, so soll ihr Potenzial am besten ausgeschöpft werden können. Neun Hanfpflanzen auf einen Quadratmeter sind laut Kiwiseeds eine ideale Besetzung. Mako Haze-Samen sind sowohl in regulärer als auch feminisierter Form erhältlich. Auch im Gewächshaus soll die Sorte sehr gut performen, wie auch outdoors, wenn die Saison lang genug ist (wie z. B. in Spanien).
Power-Planter testete Mako Haze zusammen mit Delahaze von Paradise Seeds. Er säte zehn reguläre Mako Haze Hanfsamen aus und alle waren nach wenigen Tagen zuverlässig gekeimt. Aufgrund der Begrenztheit der Anbaufläche, die Mr. Power-Planter zur Verfügung hatte, beließ er die Jung Hanfpflanzen nach der Keimung lediglich fünf Tage in der Wachsturnsphase, beleuchtet mit einer 115 Watt starken CFL-Lampe (4.200 Kelvin). Nach der Umstellung der Photoperiode von 18/6 auf 12/12 dauerte es wegen der sehr kurzen vegetativen Phase deutlich länger als üblich, bis sich die ersten weiblichen Vorblüten zeigten, aber nach gut zwei Wochen hatten alle zehn Mako Haze-Plants ihr Geschlecht gezeigt: Sieben waren weiblich, nur drei männlich, natürlich zu Mr. Power-Planters großer Freude. Dank einer 600 Watt starken HPS-Lampe von GIB Lighting wuchsen die Hanfpflanzen während der Blüte munter weiter, mit schmalen, scharfgesägten, Sativatypischen Blättern und etlichen Seitenzweigen. Schon nach wenigen Blütewochen waren viele Harzdrüsen zu sehen. Ihre Blütenformationsweise war insgesamt sehr einheitlich, es gab nur wenige vom Hauptmuster etwas abweichende Hanfpflanzenexemplare, mit stärkeren Sativa- oder Indica-Akzenten. Auch die Höhe und das Wachstumsmuster der Hanfpflanzen waren sehr uniform. Dies blieb auch so bis zum Ende der Blüte. Die Endhöhen der Hanfpflanzen lagen zwischen 98 und 104 cm, sie erreichten eine erstaunliche Uniformität, wie man sie nur selten vorfindet bei Hanfpflanzen, die aus Samen gezogen wurden. Das galt auch für den Geruch der Mako Haze-Plants, der ein hohes Maß an Haze-Authentizität aufwies. Die Buds aller Hanfpflanzen waren zudem hart-kompakt und schön harzig. Geringe Unterschiede gab es nur bei der Blütezeit, vier der Hanfpflanzen waren nach 68 Blütetagen reif, die drei übrigen eine Woche später.
Der Ertrag lag bei durchschnittlich 36,5 Gramm pro Hanfpflanze, was angesichts der extrem kurzen Wachstumsphase und der geringen Endhöhe der Mako Haze-Plants ein sehr hohes, absolut famoses Ergebnis war. Diese Sorte besitzt tatsächlich ein großes Ertragspotenzial. Auch die trockenen Buds verströmten noch viel Haze-Aroma und schmeckten ebenso, hier haben die Züchter ganze Arbeit geleistet. Das High war über lange Zeit hinweg so intensiv, anregend und stark kickend wie erwartet, Sativa at its best, lediglich zum Ende hin gesellte sich noch ein gewisser Indica-Stone dazu.
Für kaufberechtigte Personen (also außerhalb Deutschlands) ist Mako Haze in regulärer Form (5 Hanfsamen 45 Euro, 10 Hanfsamen 80 Euro) und im feminisierten 5er- (50 Euro) oder 10er-Pack (95 Euro) erhältlich, sicherlich kein Wucher für eine solch hochwertige Sorte.


Mako Haze (Haze x Kiwi Green)
Genetik: Mostly Sativa (70:30)
Wachstumsphase Hier: Nach der Keimung fünf Tage
Blütephase: Hier 68-75 Tage, allgemein 60-70 Tage
Medium: Plagron Standard Mix, 6,5-I-Topf
pH: 6,5-7
EC: max. 1,6 ms
Beleuchtung: anfangs 115 W CFL, 4200 K, 600 W Greenbud (blau-weißes Spektrum), nach ca. 3 Wo. 600 W GIB Lighting
Temperatur: 18-25°C tagsüber, 16-18°C nachts
Luftfeuchtigkeit: 40-60%
Bewässerung: von Hand
Dünger: HESI Blühkomplex, ab der 5. Woche HESI Phosphor Plus
Zusatzmittel: HESI SuperVit + Power Zyme
Höhe: 98-104 cm
Ertrag: 35, 42, 37, 34, 36, 33, 39 g

Guerilla Growing - vom Hanfsamen zur Hanfpflanze

Obwohl der bsitz von Hanfsamen erlaubt der Anbau von Hanfpflanzen unter Strafe steht, hört und liest man in den Medien immer wieder von illegalen Hanfpflantagen. Die Strafen für solche Vergehen sind hoch. Schon ab einer Menge von 7,5 Gramm reinem THC ist der Tatbestand einer geringen Menge überschritten und stellt ein Straftat dar. Diese kann in der Regel nicht mehr eingestellt werden und landet vor Gericht. Wenn man davon ausgeht, dass 10 % THC-Gehalt pro Hanfpflanze ermittelt werden, ist die Menge von 7,5 Gramm reinem THC bei einem Trockengewicht von 75 Gramm Gras erreicht. Eine 400 Watt-Blü telampe erzeugt bei einem Zyklus von 6 Blütewochen zwischen 200 bis 400 Gramm Ertrag!
Umso mehr wundert es, dass bei Androhung solch drastischer Strafen immer mehr illegale Gra sanlagen betrieben werden. Wir treffen uns mit John im Biergarten der Stadt. Er hat sich bereit erklärt, mit uns über seine Motivation, Cannabis illegal anzubauen zu sprechen und weshalb e dieses Risiko ein.

grow! Wie bist du mit Hanf in Berührung gekommen?
John: Vor acht Jahren habe ich zum ersten Mal einen Joint geraucht. Da war ich 27 Jahre alt. Ein Kumpel hat mir etwas mitgebracht, um meinen Alkoholkonsum zu reduzieren.
grow! Du hattest ein Alkoholprobtem?
John: Ja, bedingt durch meine Arbeit. Ich war in leitender Position tätig, trug viel Verantwortung für den Betrieb und war selbst am Wochenende oft dort. Wenn ich dann geschlafen habe, habe ich sogar noch von der Arbeit geträumt. Ich bin morgens um halb acht nach Hause gekommen und habe dann eine halbe Flasche Bacardi getrunken, um erstmal abschalten zu können. Dann habe ich mich ins Bett gelegt. Das ging die ganze Woche so. Irgendwann habe ich den Markus kennen gelernt. Der sagte mir: „Du musst rauchen, das ist viel besser für dich." So kam es, dass ich mit dem Kiffen anfing und gleichzeitig mit dem Alkohol aufhörte.
grow! Das ist aber ein konsequenter Wechsel. Welchen Unterschied hast du zwischen dem Alkohol- und dem Cannabiskonsum gespürt - oder gab es da keinen Unterschied?
John: (lacht) Keine Frage, der Unterschied beim Konsum ist eindeutig. Wenn ich die letzten acht Jahre so gesoffen hätte, wie ich gekifft habe, würde ich wahrscheinlich nicht mehr so hier sitzen.
grow! Deine Arbeit hat unter dem Kiffen nicht gelitten?
John: Natürlich nicht!
grow! ... und unter dem Saufen?
John: Nein, eigentlich auch nicht. Ich habe daheim getrunken, nicht auf der Arbeit. Es war auch nicht so, dass ich trinken musste, um an der Arbeit klar zu kommen, sondern mehr um daheim runter zu kommen. Einfach auf andere Gedanken kommen. Sonst bin ich heim gekommen und na ja, ab ins Bett und die Gedanken mitgenommen. Dann träumst du nachts davon und dann ist das wie so ein Kreislauf. Der Alkohol lässt dich abschalten.
grow! Das machst du nun mit Kiffen?
John: Ja, dann bin ich angefangen zu kiffen. Das ist natürlich viel besser für mich.
grow! Wie konsumierst du? Rauchst du Joints oder eher Bongs?
John: Ich rauche nur Joints und habe noch nie Pfeife geraucht. Das war mir immer zu heftig.
grow! Bist du dann nach Holland gefahren, um Cannabis zu kaufen?
John: Nein, der Kumpel hat mir immer etwas mitgebracht.
grow! Derjenige, welcher dir empfohlen hat, statt zu trinken zu rauchen?
John: Ja, genau der. Er ist dann immer mit meinem Auto los und hat dann in Venlo „White Widow" geholt. Ich bin aber nie mitgefahren, das war mir viel zu Nerven aufreibend. Er hingegen ist eher unauffällig, ein dicker Typ mit Bart und von Beruf Lehrer. Er hatte da auch kein Problem mit - ich schon. Wäre ich mit dem Zeug kontrolliert worden, ich hätte denen das gleich vor die Füße geschmissen. Da bin ich viel zu hibbelig, nein das ist nichts für mich.
grow! Warum hast du dann angefangen zu growen?
John: Über einen anderen Bekannten bin ich dazu gekommen. Früher hätte ich mir das niemals vorstellen können, so etwas zu machen. Ich hatte noch zuvor nie eine Grasanlage gesehen, aber über diesen Bekannten stand ich plötzlich in einer drin ...
grow! Dass es jedoch Menschen gibt, die daheim illegal Cannabis anbauen, wusstest du schon, oder?
John: Ja, ich hatte schon mal davon gehört. Ich wollte mich aber nicht damit befassen, weil die Hanfpflanzenwelt eigentlich gar nicht mein Ding ist. Ich bin mehr der Technikinteressierte und Hanfpflanzen sind da schon eine ganz andere Nummer. Aber einige Faktoren waren letztendlich ausschlaggebend. Zum einen ist das Risiko, sich auf dem Schwarzmarkt zu versorgen auch nicht ungefährlich und der finanzielle Aspekt ist ebenfalls nicht zu verachten. Zumal ich nun arbeitslos bin und die Kohle sehr gut gebrauchen kann.
grow! Oft kommen jungen Menschen mit illegalen Drogen in Berührung. Hattest du als Jugendlicher auch solche Erfahrungen?
John: Natürlich gab es in meinem Bekanntenkreis Leute, von denen ich wusste, dass sie Drogen nehmen. Daran hatte ich selber aber nie ein Interesse. Ich kannte selbst Leute, die Blech rauchen, aber ich nie. Die hingen nur faul in der Ecke rum. Das war nichts für mich. Nein, ich hatte nie was mit illegalen Drogen zu tun, bis zu meinem 27. Lebensjahr. Aber ich finde auch, dass das ein Argument gegen eine Cannabis-Legalisierung ist - war bei mir auchso: Vorher habe ich keine chemischen Drogen wie Speed oder XTC gekannt, ich habe noch nicht einmal gewusst, dass es sowas gibt, aber als das dann mit der Kifferei losging, kommt man damit auch zwangsläufig in Kontakt. Das ist einfach so.
grow! Was heißt zwangsläufig - über den Dealer, oder?
John: Ja, und über andere Kiffer, die das nehmen und auch schon dann, wenn man sich nur informieren möchte. Bevor ich etwas nehme, versuch ich schon herauszufinden, was die Droge bei mir bewirken kann.
grow! Das heißt, du wolltest dich über Cannabis informieren und bist dann auf die anderen Drogen gestoßen?
John: Ja, wenn du Leute kennen lernst, die kiffen oder Leute kennen lernst, die nicht kiffen, das ist ein großer Unterschied. Bei denen, die kiffen sind andere Drogen immer mit dabei, oder?
grow! Nein, wir wissen von vielen Kiffern, die andere Drogen strikt ablehnen.
John: Ja ..., die gibt es wohl auch.
grow! So kamst du über eine neue Bekanntschaft auf die Idee mit der Grasanlage?
John: Ja, der hat mir eines Tages seine Anlage gezeigt. Dass er selber anbaut, war schon ein offenes Geheimnis. Als ich das erste Mal da drinnen stand, bin ich heraus gekommen und hab gedacht, hier fahre ich nicht mehr hin. Wenn jetzt die „Butten" kommen, biste gleich mit dran. Ich hab voll die Panik gekriegt, das war schon irgendwie komisch. Aber nun, da ich selber eine Anlage daheim habe, fühle ich mich nicht kriminell. Ich habe die Hanfpflanzen lieb gewonnen und empfinde sie nicht als „gefährlich".
grow! Der Hanfanbau ist illegal, wie du sicherlich weißt. Hast du keine Bedenken, erwischt zu werden?
John: Na ja, man denkt schon ab und zu darüber nach, aber großartig kriminell fühle ich mich damit erst mal nicht. Das steht fest.
grow! Du hast also diesbezüglich kein Unrechtsbewusstsein?
John: Doch, ich habe eigentlich schon ein Rechtsbewusstsein, aber man kann es überall nachlesen: Der Alkohol wird besteuert und Hanf steht unter Strafe. Das sehe ich nicht ein.
grow! War es schwierig, die Anlage zu starten?
John: Nein, ich hätte mir alles wesentlich komplizierter vorgestellt. Ich dachte, das ist eher etwas für Landschaftsgärtner oder Flristen. Das ist jedoch gar nicht so wichtig, meist wissen diese Berufszweige ziemlich wenig über Cannabis.
grOW! Seit wann betreibst du deine Anlage?
John: Noch gar nicht lange. Ich habe erst vor acht Wochen die erste Lampe in Betrieb genommen.
grow! Aha, also hast du auch noch nicht viele Erfahrungen damit sammeln können. Hast du schon einen Erntezyklus hinter dir?
John: Ich bin jetzt bei der dritten Ernte.
grow! Bei der dritten Ernte? Wie soll das denn gehen?
John: Wir haben jetzt die dritte Lampe geerntet.
grow! Aber das schaffst du nicht in acht Wochen.
John: Na ja, ich meine im Blüteraum acht Wochen. Die standen vorher 6 Wochen im Wachstum bei meinem Lehrmeister. Die Hälfte der Hanfpflanzen standen 4 Wochen im Wachstum und die anderen 24 Hanfpflanzen standen 2 Wochen im Wachstum. Das lag daran, dass ich nicht genügend Stecklinge von Anfang an hatte. So habe ich 48 Hanfpflanzen in zwei verschiedenen Höhen unter eine Lampe gestellt.
grow! Um welche Sorten handelt es sich dabei?
John: Um Santa Maria, Californica Indika, Juicy Fruit und Northern Lights.
grow! Gleich 4 Sorten auf einem Quadratmeter?
John: Ja, aber alles durcheinander und ohne Kennzeichnung, sodass ich nicht weiß, welche Sorte die einzelne Hanfpflanze tatsächlich ist.
grow! Oh Mann, wie kam das denn?
John: Ich bekomme die Stecklinge von meinem Kumpel und der weiß leider selber nicht mehr, welche Hanfpflanze welche Sorte ist. Er hat keine MutterHanfpflanzen, sondern vermehrt die Hanfpflanzen, indem er von der Generation, die als Nächstes in die Blüte geschickt werden soll, Stecklinge schneidet. Da ist dann irgendwann was schief gelaufen mit der Kennzeichnung ...
grow! Warst du mit dem Ertrag der ersten Ernte zufrieden?
John: Ja, die erste Ernte war geringer. Die Trockenmenge lag bei 280 Gramm. Jetzt bei der dritten Ernte haben wir 500 Gramm Trockengewicht erzielen können.
grow!Mit welchem Equipment arbeitest du?
John: In meinem Blüteraum hängen mittlerweile sechs 600 Watt-Lampen. Die Hanfpflanzen sollen später einmal in der Woche geerntet werden, also eine Lampe pro Woche. Das ist einfacher zu handeln, als wenn die gesamte Fläche voll bestückt würde. Zumal ich gar nicht genügend Stecklinge dafür hätte. Da ich aber jetzt schon merke, dass die Hanfpflanzen ruhig noch ein paar Tage länger blühen könnten, denke ich über eine weitere Lampe nach, um den Zyklus zu optimieren. Ich stehe gerade am Anfang und mache mir jetzt um die Stecklingszucht Gedanken, um wirklich unabhängig in der Versorgung der Anlage zu sein. So werde ich mich als Nächstes um einen Wachstumsschrank kümmern.
grow! Welches Medium verwendest du? John: Ich nehme gute Growerde.
grow! Bewässerst du die Hanfpflanzen von Hand?
John: Nein, ich arbeite mit Aqua-valve-Bewässerungsventilen, damit bin ich sehr zufrieden. Sie arbeiten ohne Strom, selbstständig, und zuverlässig und sind zudem preisgünstig. Diese Ventile sind aus Kunststoff und bewässern über ein patentiertes Unterdruckventil. Sobald die Nährlösung von den Hanfpflanzen verbraucht worden ist, öffnet sich das Ventil und lässt neue Nährlösung ins Becken, bis die maximale Füllhöhe von 2,5 cm erreicht ist. So brauche ich nur noch das Fass mit der Nährlösung füllen und der Rest der Bewässerung geht von allein. Bei der ersten Lampe hatte ich das System noch nicht und statt dem, die Hanfpflanzen von Hand oben im Topf gegossen. Jetzt werden sie von unten bewässert und haben sofort eine deutlich bessere Wurzelbildung. Eine gigantische Wurzelmasse wuchs und dementsprechend steigerte sich auch der Ertrag.
grow! Welchen Dünger verwendest du?
John: Ich verwende mineralischen Dünger. Zuerst habe ich die Dutch Formula von Advanced Hydroponics verwendet, bin aber jetzt auf Hy-Pro A+B umgestiegen. Den gewünschten pH- und EC-Wert stelle ich mit Messgeräten sicher. Das ist gar nicht schwer, aber dringend für eine kontrollierte Nährstoffgabe erforderlich. So hat mein Brunnenwasser schon einen EC- Wert von o,75-0,8. Deshalb möchte ich mir auch noch eine Osmoseanlage zulegen, um diesen Wert zu optimieren. Erst dann kann ich genügend Nährstoffe hinzufügen.
grow! Woran erkennst du, wann die Hanfpflanzen geerntet werden sollen?
John: Soweit ich gelesen habe, sollten zwei Drittel der Blütenhärchen braun sein, dann kann geerntet werden. Ich habe auch gelesen, dass man mit einem Mikroskop die Harztropfen, sprich Trichome beobachten kann und dann erntet, wenn die Harztropfen sich milchig trüben.
grow! Wie gehst du bei der Ernte vor?
John: Da ich ja nur einen Quadratmeter ernte, hält sich der Arbeitsaufwand in Grenzen. Bei der ersten Ernte hatte ich noch keinen Trockenraum. Wir haben die Hanfpflanzen unten am Stielende abgeschnitten und danach die groben Blätter entfernt, um so den Trocknungsprozess zu beschleunigen. Dann haben wir die Hanfpflanzen zu meinem Kumpel gefahren, wo sie in seinem Trockenraum eine Woche kopfüber hingen. Bei der zweiten Ernte haben wir es noch einmal genauso machen wollen, doch mein Kumpel brauchte Platz für seine eigene Ernte, sodass wir uns einen eigenen notdürftigen Trockenraum eingerichtet haben. Dort hat das Gras dann eine Woche länger und auch bei kühleren Temperaturen in völliger Dunkelheit getrocknet. Der Unterschied ist bombastisch. Die erste Ernte wurde zu kurz getrocknet und schmeckte nachher kratzig und strohig. Bei der zweiten Ernte stellte sich nach einer Woche Trockenzeit plötzlich ein viel besserer Geruch ein, was wohl mit dem Chlorophyllabbau zusammenhängt. Ich weiß auch, dass es besser für die Qualität und den Geschmack ist, das Gras länger trocknen zu lassen, aber ich brauche jetzt dringend Geld. Ich habe viel Geld in die Anschaffung der Anlage gesteckt, das muss jetzt wieder eingespielt werden.
grow! Auf Kosten des (Verb)rauchers?
John: Ja, das ist nicht nett. Trotz der schlechten Qualität reißen uns die Leute das Gras aus den Händen und loben die Qualität. Das kann ich selber nicht begreifen, doch so verhält es sich. Da ich jedoch den Anspruch an mich habe, nur hochwertiges Gras zu produzieren, werde ich mich, sobald es die finanzielle Situation zulässt, voll und ganz darauf konzentrieren und darauf achten, dass alle Parameter, die für ein gutes Resultat verantwortlich sind, optimal sind.
grow! Verarbeitest du die Ernte noch weiter?
John: Im Moment noch nicht. Das kommt aber sicherlich auch noch. Wir haben die Blätter noch aufbewahrt. Da wird wohl irgendwann was mit passieren, aber jetzt muss erstmal die Anlage vernünftig laufen. Dann kümmern wir uns ums Hasch. Das wollte ich immer schon einmal ...
grow! Ja, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, learning by doing oder aller Anfang ist schwer. Wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen euch für die Zukunft alles Gute und viel Glück!


Hanfsamen gibts hier
↓↓↓↓↓↓↓↓↓↓↓↓


seedsman

Friday, April 09, 2010

Hanfsamen - NLX - WhiteWidow meets Northern Lights

Dieser Original-Clone ist mittlerweile extrem rar geworden, man bekommt ihn nur
noch äußerst selten und dann auch- nur über viele Umwege. Uns standen 10 Stecklinge dieser Genetik zu Verfügung, die gleich in ein rezirkulierendes Hydrosystem gesetzt wurden. Als Medium wurde Mapito benutzt, ein eher unbekanntes und selten genutztes Medium. Dabei lässt es sich damit viel besser arbeiten als mit Cocos oder Erde. Die Sauerstoffsättigung ist sehr gut, die Drainage sogar besser als in Steinwolle. Mapito ist ein Gemisch aus PU-Flocken (Polyuretan) und Steinwolle, ein 80-1-Sack kostet um die 15 bis 20 Euro und ist somit recht günstig und zudem mehrmals wieder verwendbar.
Die Nix wurden für zwei Wochen unter 18 h Licht ge¬stellt und in 6,5-1-Töpfe gesetzt. Schon nach wenigen Tagen konnte man ein sehr starkes Höhenwachstum erkennen, was aber nicht zuletzt an unserer 400 W MH Lampe gelegen hat. Bewässert wurde automatisch, als Dünger kam die BioSepia-Reihe zum Einsatz. Ein bi¬ologischer Dünger, der mit Hilfe eines Bio-Filters hervorragend funktioniert. Wer den bioponischen Anbau mal versuchen möchte, sollte ganz besonders auf den PH-Wert achten. Die zugesetzten Mikroorganismen mögen keinen niedrigen PH-Wert und auch keine großen Schwankungen. Man wird jedoch am Ende des Grow Durchgangs mit einem extrem gut schmeckenden Gras entschädigt. Ein individuellerer Geschmack, als wenn man auf Erde growt.
Doch zurück zum eigentlichen Grow. Die Nix zeigten von Beginn an ein sehr filigranes Sativa-dominantes Wuchsmodell, trotzdem konnte man auch gewisse Indica-Eigenschaften an den Hanfpflanzen erkennen, vor allem die breiten Blätter_ erinnerten sehr stark an eine Indica Verwandtschaft. Die Nodienabstände waren nicht so groß, alle Hanfpflanzen zeigten am Ende der Wachstumsphase ein sehr ausgeglichenes Wachstumsmodell. Am Ende der Vegi-Zeit hatten die Nix eine ungefähre Höhe von 50 cm erreicht, es wurde nun Zeit, die Photoperiode zu verändern und auf den 12/12-h-Rhythmus zu wechseln.
Die 400 W MH wurde durch eine 600 W NDL ersetzt. In den ersten Tagen konnte man nur wenig Veränderungen erkennen, einzig die Streckung setzte ein, aber auch hier hatten wir mit einem viel größeren Höhenzuwachs gerechnet. Am Ende des Grow-Durchgangs sollten die zehn Damen eine Endhöhe von knappen 90 cm erreicht haben. Vergleicht man diese Werte mit den Hanfsamen versionen der Nlx, sieht man, dass die Streckung viel geringer ausfällt. Somit kann man davon ausgehen, dass in der Samenversion eine zusätzliche Einkreuzung einer Sativa möglich sein könnte, da es die originale Nix nur als „Clone only"-Pflanze gibt. Auch andere Unterschiede zwischen der Clone- und der Samenversion könnte diese These untermauern. Zudem ist es nicht möglich, aus einem Clone reguläre Hanfsamen herzustellen, da hier einfach die männlichen Gene fehlen. Man kreuzt oftmals eine ähnliche Genetik mit ein und macht bei Bedarf einen oder mehrere zusätzliche Rückkreuzungen, um wieder das Erscheinungsbild der ursprünglichen Nlx zu fixieren.
Die Blütenbildung bei unseren Clones ging am Anfang nur sehr schleppend voran, erst am Blütetag 40 legten alle zehn Hanfpflanzen deutlich an Blütenmasse zu. Auch das erste Harz machte sich bemerkbar, dadurch konnte man auch langsam das Aroma der Nix schmecken. Die ,Blütenkelche wurden mit der Zeit immer größer und stapelten sich auf den Blüten, die enorme Harzbildung auf den Buds rundete das Bild von optisch sehr schönen Blütenständen ab. Bei kälteren Temperaturen neigt die
Nlx zu einer leichten Purple-Färbung, die sich aber ausschließlich auf die Blüten beschränkt.
Der Ertrag nahm stetig zu, die Hanfpflanzen bildeten große Hauptblüten aus, wobei auch die unteren Triebe schwere Nuggets trugen und gestützt werden mussten. Wohl auch ein Grund, warum dieser Clone sehr oft für den kommerziellen Anbau genutzt wurde. Qualität und Quantität wurden hier in einer Pflanze vereint. Gegen Ende des Grows legten die Pflanzen nochmals zu, die Blüten wurden durch die dicken, aufgequollenen Calyxe immer dichter und verströmten einen süßlichen Geruch, der Vorfreude auf die Ernte aufkommen ließ. Doch ein paar Tage brauchten die Pflanzen noch, bevor sie am Blütetag 72 geerntet werden konnten. Die Blätter waren leicht zu entfernen, das Maniküren der Buds ein Kinderspiel. Für zwei Wochen kamen die noch frischen Blüten in ein Trockennetz, um langsam auszureifen und das Aroma zu bewahren.
Wir konnten es kaum erwarten, die Früchte unserer Arbeit zu genießen, der Joint war schnell gedreht und der erste Zug genommen. Das fruchtig-süße Aroma machte sich sofort bemerkbar, keine Spur von dem leichten chemischen Geschmack, der beim Hydroanbau mit mineralischem Dünger immer mal wieder vorkommt, auch wenn man ausreichend lang spült. Der biologische Anbau vereint die Vorteile des Hydroanbau und der Erdkultivierung in einem. Jedem erfahrenen Grower kann ich diese Art von Growing anraten, man wird wirklich überrascht sein.
Der Turn der Nlx geht von einem leicht euphorischen Up-High bis zu einer entspannenden Wirkung, die nach ein paar Minuten aufkommt. Die Nlx ist definitiv eine Must have-Genetik, die ich nur jedem empfehlen kann. Doch wie gesagt, ich persönlich empfinde die Unterschiede zur Hanfsamen version als sehr groß. An diesen Clone kommt die Qualität von Aliens Samen-Nlx keinesfalls heran. Ein spezielles Merkmale der Clone Version ist die sehr frühe und andauernde Vorblüte, die immer und bei jedem Grow auftritt.
Das gesamt Fazit fällt durchweg positiv aus, wie ich oben schon sagte: eine wirkliche Must have-Genetik vom Allerfeinsten.

Hanfsamen feminisiert - Wappa - Paradise Seeds

Die Indica-Sorte Wappa kam 2006 den Samenmarkt, als Paradise Seeds mit einem „Six Pack sechs neuer feminisierter Sorten aufwartete. Die Seed Bank genießt einen exzellenten Ruf, was die Qualität ihrer feminisier ten Sorten betrifft, man durfte also gespannt sein, ob sich das bei Wappa ebenfalle bestätigen würde

Paradise Seeds beschreibt Wappa als eine stabile reine Indica-Sorte von gedrungener
Statur, deren geringe Indoor-Höhe sie zu einer guten Wahl für Grower mit kleinen Grow-Räumen machen soll. Ihre Blütezeit beträgt 55-60 Tage, das Wachstumsmodell ist robust und sehr gedrungen — wenn man sie bei einer Höhe von 30 cm in Blüte schickt, wird sich die Höhe zur Erntezeit ungefähr verdoppelt haben. Wappa verfügt über ein hohes Blüten/Blätter-Verhältnis, wodurch die Schnibbelarbeit bei der Ernte sehr schnell vonstatten gehen kann. Ungewöhnlich für eine Indica ist Wappas relativ helles Blattgrün, zudem sind die sehr großen Blätter schärfer gezackt als bei anderen Indica Sorten. Auch beim High unterscheidet sich Wappa von ihren Indica-Artgenossen, indem sie zwar sehr viel Indica-Power bietet, dabei aber keinen „Couch Lock"-Effekt bewirkt, der Konsument wird also geistig-körperlich nicht derartig stark sediert, dass er gleich¬sam an die Couch gefesselt ist. Im Gegenteil, auch die Sinne sollen beflügelt werden, -wie Paradise Seeds in fast schon esoterischer Weise verspricht: „Das erhel¬lende High stößt die Pforten der Wahrnehmung weiter auf." Und das dank eines THC-Gehalts von im Labor gemessenen 15-18%. Das Aroma der Blüten soll fruch¬tig-süß sein, manche beschreiben es auch als marsh¬mallowartig. Man kann Wappa laut Herstellerangaben sogar auch gut outdoors anbauen. Sie verträgt feuchtes Klima (was wiederum Indica-untypisch ist) und wächst zum Beispiel in Holland oder Belgien auch gut draußen an der frischen Luft.
Der Grower „The Doc" säte (platzbedingt nur) drei feminisierte Wappa Hanfsamen aus, um einen ersten Ein¬druck von der Sorte zu gewinnen. Alle drei Hanfsamen keimten perfekt und wurden in den ersten zwei Wochen unter zwei 125 Watt starken CFL-Lampen (6400K) angezogen. Dann ersetzte The Doc die CFL-Lampen durch zwei Planta Star 600 Watt-Lampen und eine mit 400 Watt. Sicherlich eine extrem üppige, wenn nicht sogar unverhältnismäßig intensive Beleuchtungsstärke für den benutzten Grow-Raum mit einigen Quadratme¬tern Fläche, aber zu den drei Wappa-Pflanzen gesellte sich noch eine Reihe anderer Pflanzen. Nach der drit¬ten Wachstumswoche schoben sich bei einer Höhe von ungefähr 30-40 cm und einer Breite von 40-50 cm die Seitentriebe durch die riesigen Blätter, sodass The Doc entschied, in einer Woche die Blüte einzuleiten. Die drei Wappa-Pflanzen wuchsen sehr einheitlich. Nach vier Wochen Wachstum und einer Höhe von 50-60 cm stellte The Doc die Lichtperiode also von 18/6 auf 12/12 Stunden (Licht/Dunkelheit) um. Außerdem ersetzte er die Planta Star-Lampen durch zwei Osram Son T plus 600 Watt-Lampen und eine mit 400 Watt. Bereits nach den ersten zwei Blütewochen konnte man die ersten „Röschen" an den Triebspitzen sehen. Die Seitentriebe wuchsen auch in den ersten Blütewochen noch munter weiter, und die Pflanzen insgesamt sowohl in die Höhe als auch in die Breite — nach vier Blütewochen hatten die Plants bereits eine Höhe von 110 cm und einen ähnlich breiten Durchmesser erreicht. Sie präsentierten sich als üppige, buschige Kugelsträucher, die eine sehr reiche Ernte erwarten ließen, zumal die Buds sich anschickten, sehr groß, lang und dicht zu werden. Am Ende der vierten Blütewoche waren die äußerst zahlreichen Buds schon deutlich sichtbar mit einem Harzteppich überzogen. Nach fünf 'Wochen war die Blütenbildung förmlich explodiert, die Buds legten mächtig an Größe und Dichte zu. Es gab keine unterschiedlichen Phänotypen, selbst die Blütenstruktur mit ihrem hohen Blüten/Blätter-Verhältnis war bei allen Pflanzen identisch. Der einzige Unterschied bei einer Pflanze war, dass sie die gute Harzigkeit der beiden anderen Plants noch mal deutlich übertraf. Auch das fruchtig-süße Aroma war bei allen Pflanzen identisch. Bis zum Ende der Blüte konnten keinerlei männliche Blüten entdeckt werden, die Feminisierungsqualität von Wappa ist offenbar auf dem bekannt hohen Paradise-Niveau. Alle drei Pflanzen konnten zwischen der achten und neunten Blüte¬woche geerntet werden, die diesbezüglichen Angaben von Paradise Seeds erwiesen sich als zutreffend. Nach der Trocknung der Buds zeigte die Waage 312 Gramm an - eine Zahl, die der hohen Ertragserwartung gerecht wurde. Dazu gab es noch reichlich harzigen Erntever¬schnitt für den Ice-O-Lator.
Das High erwies sich, wie erwartet, als äußerst stark, es setzte sehr schnell ein und hielt über Stunden hinweg an. Es wirkte körperlich entspannend, aber tatsächlich nicht so lähmend, wie es bei vielen anderen Indica-Sorten der Fall ist - The Doc konnte sich noch gut bewegen und blieb auch geistig präsent, allerdings dick von mentaler Zuckerwatte eingehüllt, er war ordentlich stoned, zugleich aber auch euphorisiert. Wappas Geschmack wusste ihn ebenfalls sehr zu überzeugen, die Buds boten eine mild-süße Rauchqualität mit leichter Fruchtnote. Für The Doc gehört Wappa eindeutig zum Besten, was Paradise Seeds im Sortenprogramm hat.
Preislich liegt Wappa mit 40 Euro (fünf feminisierte Hanfsamen) und 75 Euro (zehn Stück) für kaufberechtigte Personen - außerhalb Deutschlands also -in einem moderaten Rahmen.

Genetik Wappa: (100% Indica)
Wachstum: hier: 4 Wochen
Blütephase: 8-9 Wochen
Medium: Plagron Standard Mix,
11-Liter-Töpfe
pH: 6,0-6,5
EC: Wachstum: 1,2-1,6 mS
Blüte 1,6-2,0 mS
Beleuchtung: 1. Hälfte Wachstum:
2x 125 Watt CFL (6400K) 2. Hälfte Wachstum:
2x Planta Star 600 W
+ lx 400 W
Blüte: 2x Osram Son T plus 600 W + lx 400 W
Temperatur: Wachstum: 22-24°C (Tag)
Blüte: 24-28°C (Tag) nachts: 18-19 °C
Luftfeuchtigkeit Wachstum: 40-60%
Blüte: höchstens 50%
Bewässerung von Hand
Düngung: HeSi Blühkomplex, ab der 4.
Blütewoche HeSi Phosphor Plus
Zusatzmittel: Nitrozyme, HeSi Baust und
Wurzelkomplex, Enzyme
Höhe: ca. 120 cm

Hanfsamen - Mako Haze - Kiwiseeds

Die dritte qualitativ sehr hochwertige Haze-Sorte, die hier vorgestellt werden soll, ist im Gegensatz zu den beiden beschriebenen Klassikern noch neueren Datums: Mako Haze Hanfsamen von Kiwiseeds (Amsterdam), die 2006 auf den Markt kam (sowohl in regulärer als auch feminisierter Form erhältlich) und auf Anhieb die Sativa-Kategorie des High Times Cannabis Cups 2006 gewann. Kiwiseeds ist die hauseigene Seed Bank des Amsterdamer Top-Coffeeshops De Dampkring. Bei der Namensgebung von Mako Haze wurde man vom Mako-Hai inspiriert, einer sehr starken und schönen Hai-Art, die zu den schnellsten Fischen gehört, die es gibt. Das Wachstumsverhalten dieser Sorte ist Sativa-dominiert, die Hanfpflanzen bilden lange Zweige mit vielen langgezogenen Buds aus, werden dabei aber nicht übermäßig hoch, was Haze-Growern mit kleineren Grow Räumen besonders entgegenkommt. Mako Haze (Haze x Kiwi Green) besteht zu 70% aus Sativa- und zu 30% aus Indica-Genetik. Sie soll die bekannten und begehrten Original Haze-Attribute ebenfalls sehr klar zum Ausdruck bringen. Den THC-Gehalt von Mako Haze ließ Kiwiseeds in einem Labor testen, und das Ergebnis pendelte sich bei stolzen 19,7 Prozent ein. Kein Wunder, dass diese Sorte gut als Medizin verwendbar sein soll, und z. B. für Patienten mit Lethargie- und Depressionszuständen gut geeignet ist.
Man kann ihr Höhenwachstum in lndoor-Räumen noch weiter einschränken, indem man in der vegetativen Phase den Haupttrieb kappt, wodurch Mako Haze flacher im Wachstum bleibt und viele große Top-Colas hervorbringt, auf die Beschneidung also hervorragend anspricht. Kiwi¬seeds empfiehlt, sie in großen Töpfen anzubauen und ihr genug Abstand im Grow-Raum zu lassen, damit sie ihre Zweige gut ausbreiten kann und die zahlreichen Buds gut mit Licht versorgt werden. Neun Pflanzen auf einen Quadratmeter sind laut Kiwiseeds eine optimale Stückzahl.
Mako Haze benötigt 60-70 Blütetage bis zur Erlangung der Erntereife und soll Erträge von 400-500 Gramm pro Quadratmeter abwerfen. Ein Privat-Grower unterzog Mako Haze jüngst einem Anbautest, und die Ergebnisse waren beeindruckend: Die sieben weiblichen Pflanzen, die das Resultat eines regulären Samentütchens mit zehn Seeds waren, wuchsen äußerst homogen, sie waren am Ende alle zwischen 98 und 104 cm hoch und verströmten ohne Ausnahme das typische Haze-Aroma. Geringe Unterschiede traten lediglich bei der Blütezeit auf, vier der Pflanzen waren nach 68 Blütetagen reif, die drei übrigen eine Woche später. Die für eine Haze-Sorte sehr geringe Höhe rührte aber auch daher, dass die Wachstumsphase mit fünf Tagen hier sehr kurz gehalten worden war. An allen sieben Pflanzen befanden sich hart-kompakte, sehr harzige Buds, der Ertrag betrug im Durchschnitt 36,5 Gramm pro Pflanze, was in Anbetracht der extrem kurzen Wachstumszeit und vergleichsweise geringen Höhe ein hervorragendes Ergebnis darstellte. Die trockenen Buds boten ein delikates Haze-Aroma, das deutlich zu riechen und zu schmecken war. Das High der Mako Haze kickte zunächst sehr stark und lieferte ein hohes Maß an anregender Sativa-Power, nur zum Ende hin machte sich noch ein gewisser Indica-Stone bemerkbar. Kein Zweifel, auch Mako Haze hat das Zeug, zu einem Klassiker zu werden...
Kiwiseeds gibts hier
↓↓↓↓↓↓↓↓↓↓↓↓

Wednesday, April 07, 2010

Hanfsamen Evergreens - NYC Diesel von Soma Seeds

Die Zahl der Hanfsamen Sorten nimmt von Jahr zu Jahr zu. Dabei gibt es eigentlich nur zwei Gattungen von Cannabis, die Indikas aus der Himalaya-Region, sowie die Sativas, die von Natur aus in allen anderen Hanfanbaugebieten zu finden sind. Die dritte Gattung, die Ruderalis, kommt vorwiegend in der Tundra vor und spielt bei der Zucht von Marijuana nur eine untergeordnete Rolle.
Die meisten Sorten, die es auf dem heutigen Cannabismarkt zu finden gibt, sind Züchtungen aus Indika- und Sativapflanzen.
Mitte der Achtziger Jahre wurde mit der Sorte „Skunk" erstmalig eine Hanfpflanze vorgestellt, die so potent war, dass man ihre Blüten rauchen „wollte". Bis zu diesem Zeitpunkt war das in Europa angebaute Marijuana eher schwach, wer eine „echte" Wirkung verspüren wollte, bevorzugte deshalb Haschisch.
Mittlerweile ist das Angebot und die Vielfalt an
Cannabis Sorten so groß, dass es schwer fällt, den Überblick zu behalten. Das können wir jedenfalls den zahlreichen Leserbriefen entnehmen, die uns zu diesem Thema erreichen. Zwar berichten wir regelmässig im grow! Magazin über Hanfsorten, jedoch ist der Umfang an dieser Stelle relativ begrenzt. Angesichts des großen Interesses bereiten wir deshalb eine Sonderausgabe vor, die sich ausschließlich mit diesem Thema beschäftigen wird.
Wir haben uns überlegt, die fünfzig beliebtesten
Hanfsamen Sorten vorzustellen. Doch um zu wissen, welche Sorten das sind, brauchen wir eure Mithilfe! Nennt uns eure Top 10, also die Hanfsorten, die euch am meisten interessieren. Gut wäre es, wenn auch die entsprechenden Hanfsamenbanken er¬wähnt werden würden, denn nicht selten lassen sich namensgleiche Sorten in den Katalogen ver¬schiedener Hersteller finden.
Als kleine Anregung haben wir einige Sorten aufgeführt, die man schon als „Evergreens" bezeichnen könnte ...

NYC Diesel von Soma Seeds
Diese Sorte kommt ursprünglich aus New York. Soma bekam die ersten Sa¬men von einem Freund, der ihm sagte, die würden vom besten Gras stammen, dass er jemals geraucht hatte. Somas Freund hatte Dreads bis zum Fußboden und wirkte wohl recht kompetent, zumindest glaubte Soma ihn. Als Elternteile gibt Soma eine Mexican Sativa und eine Afghani an. Die Sativa eigenschaften dominieren, was sich besonders im Geruch widerspiegelt. Der erinnert stark an reife Grapefruits, manchmal auch nach Rhabarber, auf jeden Fall sehr exotisch und intensiv. Das gilt auch für den Geschmack und die Wirkung, was zumindest bei den Amerikanern auf dem Cannabis Cup gut an¬kam. Immerhin wählten sie NYC Diesel bereits dreimal zu einer der besten Sativa Sorten.

Soma Seeds gibts hier
↓↓↓↓↓↓↓↓↓↓↓↓

Tuesday, April 06, 2010

Hanfsamen - Super Silver Haze - Greenhouse Seeds

Hanfsamen Nevil zum Zweiten: Auch bei Super Silver Haze hatte er bei Greenhouse Seeds seine Züchterhände im Spiel. Gezüchtet wurde sie Mitte der 90er Jahre. Super Silver Haze besteht aus den klassischen drei Amsterdamer Genpool-Komponenten: Haze. Skunk und Northern Lights, sie fällt also ebenso unter Old School Breeding. Super Silver Haze sollte schnell Karriere machen und trumpfte zwischen 1997 und 1999 eindrucksvoll mit drei aufeinanderfolgenden Siegen in der Hydro-Kategorie des High Times Cannabis Cup auf. Laut Arjan von Greenhouse Seeds liegt der Sativa-Anteil von Super Silver Haze bei "circa 80 °/0". Jason King behauptet in seiner "Cannabible", dass NL #5 der männliche Elternteil von Super Silver Haze ist. Das macht Sinn, denn beim Züchten ist die Pflanze, deren Eigenschaften man dominant vererbt haben möchte, in der Regel die weibliche, in diesem Fall also die Haze. An welcher Stelle die Skunk-Genetik eingekreuzt wurde, bleibt unklar. Das Endergebnis ist jedenfalls klar Haze-dominiert in Blattform, Blüte, Aroma und High, wobei Super Silver Haze kompakter wächst als Neville's Haze und auch kom¬paktere und dickere Blütenstände aufweist. Ihr Ertrag liegt demzufolge natürlich in höheren Bereichen als der einer Neville's Haze. Der NL#5- und Skunk-Einfluss sorgt für eine moderate Höhe sowie komfortabel kurze Blütezeiten von nur 8-10 Wochen, was ziemlich sensationell ist ange¬sichts der Tatsache, dass Super Silver Haze einer reinen Haze in Sachen Aroma und High so nahe kommt. Eine nicht zu lange Wachstumszeit vorausgesetzt, erreichen die Pflanzen indoors 1.1-1,5 Meter Höhe. Wunderschön die vielzähligen Haze-typisch filigran-kleinen und dicht gepack¬ten Blütenkelche, die mit einer silbrig schimmernden Harzschicht bedeckt sind. Trockene Super Silver Haze-Buds sind harte Nuggets, die bei Druck keinen Millimeter nachgeben. Das Aroma hat die bekannte delikate herbe Süße der Haze, beim Geschmack offenbart sich zusätzlich ein würziger Unterton, bewirkt durch die Afghani-Komponente der NL#5. Gut kultiviertes Super Silver Haze-Gras gehört auch heutzutage noch in die Champions League allerhöchster Potenz, es wirkt zwar wie Neville's Haze vorwiegend trippy, ist aber von härterer Natur, da es aufgrund des höheren Indica-Anteils gleichzeitig auch ordentlich stoned macht. Greenhouse Seeds verspricht: "lt leaves you gasping for reality..." Auch Super Silver Haze gibt es bei Greenhouse Seeds in regulärer und feminisierte Hanfsamen Form.


Hanfsamen - Neville's Haze - Greenhouse Seeds

Der Klang des Hanfsamen Sortennamens "Haze" lässt einen jeden Cannabis-Kenner mit der Zunge schnalzen. Bis heute ist diese klassische Old School Sativa-Genetik in ihrer Klasse unerreicht, das kristallklare, schwebende Sativa Up High, das sogar ins Psychedelische hineinspielen kann, und das markante herb-süße Aroma faszinieren weltweit Generationen von Growern und Smokern.
Der berühmte Hanf-Botaniker Robert Connell Clarke beschreibt in der "Cannabible" die Entstehung der Original Haze wie folgt: "Sie begann als magischer Mix der exotischsten Sativa-Sorten, die es in den frühen 70ern in Kalifornien gab. Cultivator's Choice ist es durch sorgfältige Auswahl und Inzucht gelungen, die Essenz jener Sorten in "Original Haze" zu bewahren." Laut Robert Clarke lief der Züchtungsprozess der Original Haze folgendermaßen ab: Zunächst wurde Colombian mit Mexican gekreuzt, und die daraus entstehen¬den weiblichen Individuen im folgenden Jahr mit dem Pollen einer South Indian bestäubt. Die daraus resultierende Population wurde wiederum ein Jahr später mit einer männlichen Thai gekreuzt. Aus diesem Grundstock gingen in der Folgezeit verschiedene Haze-Typen mit unterschiedlichen Akzenten hervor, letztlich kristallisierte sich jene eine Original Haze heraus, die in der Welt der Hanfsorten zu großer Berühmtheit und später auch nach Holland gelangte.
Nevil und seine Haze
Cultivator's Choice, eine kalifornische Breeder-Coop, hießen zur ihrer Gründerzeit 1976 noch "Sacred Seeds". Einer der Gründer von Sacred Seeds war "Sam the Skunkman", der 1984 neben The Original Haze auch noch andere Genetik-Wunder wie Skunk #1, Early Girl oder Californian Orange nach Holland brachte. Sam ver¬kaufte seine Samen dort sowohl an Ben Dronkers (Sensi Seeds, damals noch "Sensi Seed Club" genannt) als auch an den Aus¬tralier Nevil Schoenmakers von The Seed Bank. Nevil war der erste Züchter, der von Holland aus Samen in großem Stil per Versand¬geschäft vertrieb, er lieferte seine Seeds vor allem in die USA.
1986 versorgte Nevil über 15.000 US-Grower mit Seeds und zahlte an den niederländischen Staat 500.000 Dollar Steuern. 1990 wurde er bei einem Heimataufenthalt in Australien verhaftet. Ihm gelang jedoch die Flucht, und wenig später tauchte er wieder in den Niederlanden auf, wo er bei der Sensi Seed Bank anheuerte und fortan dort die Sortenentwicklung in die Hand nahm. Einige Jahre später wechselte er zu Greenhouse Seeds, wo er eine Reihe von Greenhouse-Klassikern züchtete, darunter die berühmte Neville's Haze.

Neville's Haze
Bei "Neville's Haze" handelt es sich um Original Haze mit einer geringen Spur von Northern Lights, sie bietet die oben beschriebenen Haze - Merkmale in Reinkultur. Die Blütezeit einer Original Haze Hanfsamen von bis zu über 20 Wochen wurde bei Neville's Haze auf 14-18 Wochen reduziert - eine Blütedauer, die dem Grower allerdings immer noch einiges an Geduld abverlangt. Außerdem habe ich schon Neville's Haze-Pflanzen gesehen, die sich in der 20. Blütewoche befanden und noch keinerlei Neigung zeigten, zur Reife zu gelangen, sich also eher so wie eine reine Haze verhielten. Greenhouse Seeds empfiehlt, aus Samen gewonnene Neville's Haze-Pflanzen vom Start weg unter täglich 12 Stunden Licht zu kultivieren, damit das ausgeprägte Streckungswachstum dieser Sorte eingedämmt wird. Neville's Haze-Blütenstände sind von filigraner Struktur mit kleinen Blütekelchen, sie wachsen sehr vielzählig, schmal und langgezogen. Der Geschmack ist superb, Haze-Rauchkultur in Perfektion. Ebenso das lang anhaltende, intensive und trippige Sativa-High, das Greenhouse nur für erfahrene Smoker empfiehlt. Neville's Haze gibt es bei Greenhouse Seeds in regulärer und feminisierter Form.

Hanfsamen - Sensi Star - Paradise Seeds

Wohl jedem Grower, der schon seit einer Weile mit der Cannabiskultur vertraut ist, dürfte die Indica-Sorte Sensi Star von Paradise Seeds ein Begriff sein. Die mehrfach preisgekrönte Flagschiff-Sorte von Breeder Luc, die 1995 auf dem Hanfsamen markt eingeführt wurde, ist heutzutage ein Neoklassiker, der bereits in unzähligen Growkammern dieser Welt zu reicher Blüte gelangt und in sehr vielen niederländischen Coffeeshops auf der Karte zu finden ist. Sensi Star ist eine mostly Indica mit hohem Afghani-Anteil und ergänzenden Sativa-Einflüssen, die in acht bis neun Wochen zur Reife gelangt und am Ende dank des äußerst üppigen Harzbesatzes in majestätischem Weiß erstrahlt. Beim High Times Cup 1999 wurde sie zur besten Indica-Sorte gekrönt und 2003 vom High Times Magazine zur "Sorte des Jahres" gewählt. Bis heute erhält Sensi Star immer wieder Auszeichnungen bei diversen internationalen Cannabis Cups, was ein Beleg für ihre ungebrochene Popularität auch nach 15 Jahren ist. Die harztriefenden Buds von Sensi Star-Pflanzen sehen aus wie eingeschneit, es bietet sich eine Optik, angesichts derer man unwei¬gerlich an die Original White Widow denken muss. Sogar größere, mit dem Stängel aus den Buds herausragende Blätter können vom Anfang bis zum Ende mit Harzdrüsen besetzt sein. Die Blütestruktur und das Blüten/Blätter-Verhältnis von Sensi Star sind typisch Indica: Große fleischige und sehr dicht gepackte Blütenkelche, die von harzigen Blättern umsäumt sind. Der Blattanteil von Sensi Star-Buds ist für eine Indica-Sorte jedoch moderat, die Schnittarbeit bei der Ernte geht relativ fix vonstatten. Die Blütenstände verströmen einen recht ungewöhnlichen aromatischen Duft, den Breeder Luc von Paradise Seeds so beschreibt: "Ihr Bouquet ist stark und hat den Frische-Effekt von Minze, gepaart mit einer metallenen Note."
Beim Rauchen von Sensi Star-Gras droht der Konsument zunächst von einem heftigen Indica-Stone überrollt zu werden, wird aber durch einen parallel wirksamen Sativa-Einfluss vor vollständiger Körper- und Geistesstarre bewahrt. Der laborgetestete THC-Gehalt von 16 bis 20 Prozent sorgt für ein sehr lang anhaltendes High. Ein weiteres wichtiges Qualitätsmerkmal von Sensi Star ist die ungewöhnlich große Uniformität eines aus Samen gezogenen Pflanzenbestandes, die Plants verhalten sich sowohl im Wachstum als auch in der Blüte sehr einheitlich, legen eine fast stecklingsgleiche Performance hin.
Dies war wie gesagt nur eine ganz persönliche Indica-Auswahl. Andere exzellente Hanfsamen Indica-Sorten, die man hier ebenso hätte vorstellen können, sind zum Beispiel Kushage (T.H. Seeds), Bubble Gum und Chronic (Serious Seeds), Double Dutch und Warlock (Magus Genetics), California Orange (Homegrown Fantaseeds), Sweet Tooth (Spice of Life Seeds), Mangolian Indica (Sagarmatha Seeds), Cheese und Blue Cheese (Big Buddha), Pot of Gold und Afghanica (The Flying Dutchmen) oder Blue Moonshine (Dutch Passion)

Hanfsamen - Matanuska Tundra - Sagarmatha Seeds

Eine weitere Sorte mit überdurchschnittlicher, gewaltiger Indica-Potenz ist Matanuska Tundra von Sagarmatha Seeds, die bereits seit Mitte der 90er Jahre auf dem Hanfsamen markt erhältlich ist. Die Sorte wurde nach der Matanuska Tundra-Region in Alaska benannt. Die Matanuska Tundra ist eine Kältesteppe, deren kurzer Sommer die Kultivierung von frühblühenden Outdoor-Cannabispflanzen zulässt. Eine Gruppe von Growern widmete sich hier bereits in den 70er Jahren der Züchtung klimatisch angepasster Cannabissorten. Eines der Ergebnisse dieser Arbeit war "Alaska Matanuska Valley Thunderfuck", eine Indica-Sorte, die zum Aushängeschild dieser Region wurde und schnell den nordamerikanischen Grasmarkt eroberte. Nun, "Matanuska Tundra" ist nichts anderes als eine Spielart eben jener legendären Alaska Matanuska Valley Thunderfuck. Tony, der Züchter und Inhaber von Sagarmatha Seeds, hatte Anfang der 90er Jahre von einem Bekannten einen großen Satz originaler Alaska Matanuska Valley Thunderfuck - Hanfsamen aus dem Herkunftsland mitgebracht bekommen, aus dem er sorgsam seine Selektion "Matanuska Tundra" züchtete. Als reine Indica-Sorte wächst Matanuska Tundra sehr kompakt, sie wird nicht höher als 0,5-0,8 Meter, wenn man nach vier bis sieben Internodien die Blütephase einleitet. Die Sorte ist hervorragend geeignet für Sea-of-Green-Kulturen, da die Pflanzen kaum verzweigen und eine große zentrale Cola bilden, die erstaunliche Längen und Breiten aufweisen kann. Der Harzbesatz ist extrem ausgeprägt, die mit einer gewissen Schokoladen-Note ausgestatteten Buds werden fett und steinhart, was sich in hohen Erträgen niederschlägt. Allerdings ist die Blütezeit von 60-70 Tagen für eine Indica-Sorte recht lang. Mir bekannte Grower, die Matanuska Tundra kultivierten, erlebten beim Genuss ihrer Ernte eine Überraschung: Sie waren hartgesottene Stoner, die vorher erklärt hatten, dass sie von "Gras schon lange nicht mehr richtig breit" geworden waren. Doch beim Test-Rauchen erlebten die Jungs ein Naturereignis, bei dem sie förmlich in die Knie gingen. Das High der Matanuska Tundra ist ein "Creeper", das High wird langsam immer stärker, bis es einen eisern im Griff hat. Indica-Power pur und kompromisslos. Die hohe THC-Konzentration (über 20 % sind gemessen worden) macht Matanuska Tundra auch zu einer idealen Medizinalpflanze. Laut Tony verzeichnet die Sorte große Erfolge auf dem Gebiet der Schmerzbekämpfung.


Sagarmatha Seeds gibts hier
↓↓↓↓↓↓↓↓↓↓↓↓

Monday, April 05, 2010

Hanfsamen - Sweet Indica Mine! - Tora Bora - DNA Genetics


Indica ist wieder voll im Trend. Auf dem nordamerikanischen Markt führen diverse Kush-Sorten, Purple Urcle, Train Wreck und andere Indica-Gewächse die Beliebtheitsskala bei Growern und Smokern an, in Europa ist der Cheese-Hype ungebrochen. Unter den Hunderten von Indica-Sorten, die auf dem weltweiten Seed-Markt angeboten werden, eine Top Drei-Selektion auszuwählen, fällt natürlich äußerst schwer. Zwar ist bei weitem nicht alles Gold, was glänzt, und die Gruppe der absoluten Spitzensorten begrenzt, die Qual der Wahl aber dennoch groß. Das Schlaglicht soll dieses Mal auf zwei Indica-Klassiker und eine noch relativ neue Indica-Sorte gerichtet werden: Matanuska Tundra von Sagarmatha Seeds, Sensi Star von Paradise Seeds und Tora Bora von DNA Genetics

Tora Bora/DNA Genetics
Der 1986 in den Bergen Afghanistans künstlich angelegte Höhlenkomplex Tora Bora liegt etwa 40 km von Jalalabad entfernt in der Provinz Nangarhar, nahe der pakistanischen Grenze. Tora Bora gelangte zu weltweiter Bekanntheit, als nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 vermutet wurde, dass sich Osama Bin Laden hier versteckt hielte, und die Amerikaner alles daran setzten, Tora Bora einzunehmen, was im Dezember 2001 auch gelang, allerdings ohne Bin Laden fassen zu können. In der westlichen Welt gilt Tora Bora als archaische Höhle des Bösen, als Sinnbild der dunklen Schreckensherrschaft der Taliban, die Afghanistan gesellschaftspolitisch vorübergehend ins finsterste Mittelalter zurückwarfen. Eine Hanfsamen Cannabissorte nach solch einem Ort zu benennen, mag für manchen jenseits des guten Geschmacks und politisch nicht korrekt sein, ist marketingtechnisch aber zweifellos ein großer Coup, denn die dunkle Faszination des Schreckens terroristischer Macht, die beim sehr eingängigen Klang des Namens "Tora Bora" mitschwingt, wird vom Grower bzw. Konsumenten gleichgesetzt mit starker, geradezu vernichtender Sortenpotenz, die zerstörerische Kraft des Taliban-Terrors im Cannabissorten-Kontext ins Positive gewendet. "Spürt die dunkle Seite der Macht" scheint DNA Genetics mit Tora Bora zu versprechen, Star Wars lässt schön grüßen ...
Auch geographisch gesehen ist der Sortenname Tora Bora sinnfällig - bei der Sorte handelt es sich um eine Kreuzung einer reiner Pakistani Indica ("X-18" genannt) und einer reinen Afghani Indica, die DNA Genetics bereits seit Jahren als "L.A. Confidential" sehr erfolgreich im Programm haben. Und die amerikanischen Züchter Don und Aaron von DNA Genetics halten Wort, ihre Tora Bora ist tatsächlich eine Indica Sorte von außergewöhnlich starker Potenz, der man durchaus zerstörerische Kraft attestieren kann: Ein Hardcore-Kiffer, der seit 30 Jahren dabei ist, musste unlängst auf halber Strecke seinen ersten Tora Bora-Joint beenden, weil es ihm "einfach zu viel" wurde - das hatte er seit Ewigkeiten nicht mehr erlebt. Er sagte, Tora Bora sei "richtig giftig", ihre darnieder schmetternde Indica-Potenz ein regelrechter "Schuhauszieher" mit Knock Out-Effekt. Bei Tora Bora scheint es also tatsächlich heikel zu sein, zuviel von der dunklen Seite der Macht zu kosten. Die Sorte produziert rekordverdächtig riesige Indica-Laubblätter und harte, extrem harzige Buds, die einen sehr besonderen süßen parfümartiger Geruch verströmen und in acht bis neun Wochen zur Reife gelangen. Beim Anbau zeigte sich jedoch, dass verschiedene Phänotypen auftreten. es gibt auch weniger begehrenswerte Phänos, die einen sehr hohen Stängel- und Blattanteil aufweisen oder nicht sonderlich kompakt wachse~ DNA Genetics empfehlen Tora Bora als sehr geeignete Medizinalhanfsorte, die sehr gut bei Schmerzen und Schlaflosigkeit helfen soll.

Tora Bora gibts hier
↓↓↓↓↓↓↓↓↓↓↓↓

Hanfsamen - Ministry of Cannabis ;-) - Kandahar

Bei der Kandahar entschied ich mich für 15 feminisierte Hanfsamen von denen 13 innerhalb der ersten Woche keimten. Ich wählte die zehn kräftigsten aus und stellte sie unter eine Cooltube in 11 Liter Töpfen in meine Homebox. Die Wachstumsphase verlief ohne Probleme und nach 25 Tagen stellte ich die Pflanzen bei einer durchschnittlichen Größe von 30 cm in die Blüte.
Nach nur neun Tagen zeigten alle Pflanzen die ersten Blühfäden. Die Kandahar ist eine echte Indica, mit der für diese Cannabisfamilie typischen 'Weihnachtsbaum" Struktur und großen, dunkelgrünen, dickfingrigen Blättern. Wegen der begrenzten Fläche stutzte ich die Pflanzen ein wenig, in dem ich einige der unteren Seitentriebe entfernte. Nach vier Wochen in Blüte, strotzten die Kandahar schon vor Harz. Nach 61 Tagen erntete ich die Pflanzen, die sich alle recht uniform entwickelten, eine durchschnittliche Höhe von ungefähr 80 cm erreicht hatten und sich meiner Meinung auf dem Höhepunkt ihrer Reife befanden.
Nach 4 Wochen die mir unendlich erschienen probierte ich die Früchte meiner Arbeit zum ersten Mal und wurde nicht enttäuscht. Die Kandahar ist eine echte Indica, mit einer starken, körperbetonten Wirkung die einen extrem entspannt und bestens dazu geeignet ist, sich einfach mal gehen zu lassen und z.B. gemütlich auf dem Sofa bei einem Film vor dem Fernseher abzuhängen. Das Aroma erinnert an Erde, Wald und Moschus.
Ich kann mir auch vorstellen, daß die Kandahar sich für den medizinischen Gebrauch nutzen ließe, kann das aber nicht aus eigener Erfahrung bestätigen.
Alles in allem war ich mit den drei Sorten aus dem Angebot der Ministry of Cannabis sehr zufrieden und freue mich drei neue Sorten für die zukünftige Auswahl was ich mir in die Box stelle, gefunden zu haben.

Hanfsamen - Ministry of Cannabis ;-) - Devilmatic

Bei der Vielzahl an Hanfsamen Sorten die dem Hanfgrower heutzutage auf dem Hanfsamenmarkt angeboten werden, fällt es oft schwer sich zu entscheiden. Um die Sache zu vereinfachen, greifen viele Heimgärtner zu verschiedenen Methoden, die einen wählen ausschließlich Indicas oder Sativas aus, andere wählen Hanfsamen aus den verschiedenen Cannabisfamilien wie Haze, White, Purple oder Kush. Ich entschied mich bei meinem letzten Growdurchgang nur Samen aus dem Angebot von einer Samenbank, der Ministry of Cannabis zu testen.

Mit der Devilmatic, entschied ich mich zum ersten Mal für eine selbstblühende Sorte. Mit Autofloweringsorten ging es mir wie anfangs mit feminisierten Hanfsamen, als diese zum ersten Mal auf dem Markt erschienen, d.h. ich war eher skeptisch eingestellt. Da ich meine Meinung, aber nach mehreren erfolgrei¬chen Durchgängen mit Femiseeds geändert habe, wollte ich nun mit diesem Selbstblüher mein Glück versuchen.
Alle 5 Hanfsamen keimten innerhalb einer Woche und ich bin mir sicher, daß alle 5 Keimlinge sich auch prächtig weiterentwickelt hätten, wäre mir nicht ein Topf versehentlich runtergefallen was dazu führte, daß eine Pflanze schon im Anfangsstadium das Zeitliche segnete. Nach 2 1/2 Wochen unter einer 125 Watt CFL Lampe zeigten alle Pflanzen ihr Geschlecht an. Glücklicherweise waren alle vier weiblich!
Ich stellte sie unter eine 600 Watt HDS Lampe in Blüte und erntete alle vier nach 43 Tagen. Für den gesamten Growdurchgang, einschließlich Wachstumsphase benötigte ich 61 Tage. Bei dem Ertrag und dem Harzbesatz fiel das Ergebnis der Devilmatic recht unterschiedlich aus. Zwei Pflanzen brachten recht ordentliche Blüten mit einem Gesamtgewicht von ca. 55 Gramm pro Pflanze auf die Waage, während die anderen zwei etwas mehr als 40 Gramm Ertrag ergaben dabei aber mehr Harz produzierten.
Ich muss sagen, daß ich durchaus positiv überrascht war von dem Ergebnis dieser Sorte. Die Devilmatic blieb in ihrer Qualität und ihrem Ertrag nur wenig hinter vergleichbaren Sorten regulärer Hanfsamen zurück und konnte meine Zweifel für Autoflowering Strains fast vollständihg beseitigen.